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Nach
dem Konkurs der Gebrüder Ragazzi übernahm
der junge Francesco Menghini aus San Carlo
die Infrastruktur der Druckerei, womit die
Fortführung der verlegerischen Tätigkeit
im Tal gesichert war.
Die damaligen Geräte waren
sehr einfach. Der 2005 verstorbene Fiorenzo
Menghini erinnerte sich noch an jene Zeiten: "Die
Bleilettern wurden in vielen kleinen Fächern
aufbewahrt. Man brauchte sehr viel Geduld:
Der Text wurde Buchstabe für
Buchstabe zusammengefügt, natürlich
spiegelverkehrt, damit das Negativ auf dem
Druck lesbar wurde. Es dauerte eine ganze Woche,
bis ein Grigione fertiggestellt war, obwohl
dieser aus nur vier Seiten bestand."
Bis in die 30er-Jahre umfasste die Tätigkeit
des Puschlaver Schriftsetzers nur wenige andere
Veröffentlichungen. Nicht alle Talbewohner
konnten sich damals einen Grigione leisten.
Die Menghinis erinnern sich mit einem Lächeln
an jene Zeiten: In Cologna mussten sich drei
Bauern das Zeitungsabonnement teilen, konnten
sich aber nicht darüber einigen, wer zuerst
lesen durfte. So erzählte uns Fiorenzo:
"Eines Tages kam einer der Dreien in die
Druckerei und beschwerte sich: Ist es möglich,
dass keine vier Franken für das Abonnement
aufzubringen sind? Ich habe es satt, Zeitungen
zu lesen, die ein paar Wochen alt sind!" |
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